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Ursprünge der Litanei

Schon früh wandten sich die Christen im fürbittenden Gebet an Maria und an verstorbene Heilige. Hatte doch Jesus selbst, als er noch hier auf Erden weilte, bei verschiedenen Gelegenheiten denen, die um ihn waren erlaubt, ihm um Heilung bittende Menschen zuzuführen oder Wunder von ihm zu erbitten. Aber niemand der Heiligen übertrifft an Würde und Heiligkeit die Jungfrau Maria. Die Beziehung der Menschen zu ihr entspricht der eines Schützlings zu ihrer Beschützerin. So ist das fürbittende Gebet zu Maria, die in ihrem Geist eine besondere Beziehung zum heiligen Geist besitzt so wichtig. Im Jahre 687 erließ Papst Sergius I. ein Dekret, das die damalige Muttergottes Litanei an den bezeichneten Tagen zu beten sei.

Die Kirche besitzt eine altirische Muttergottes Litanei aus dem achten Jahrhundert mit dem Titel "Leabher Breac". Wenn auch diese in Grenzen wesentlich von unserer heutigen Litanei abweicht, so enthält sie doch einige Titel, die mit solchen unserer heutigen Litanei wörtlich übereinstimmt. Wie zum Beispiel Königin der Engel, Pforte des Himmels, Mutter Christi, heilige Jungfrau, kluge Jungfrau, keusche Jungfrau. Die größte Wahrscheinlichkeit hat die Vermutung, das die Karmeliter, die schon das Haus Mariens in Nazareth und später in Loreto betreuten, die Litanei in irgend einer Form dort schon gebetet haben. Historisch belegt ist das anlässlich der Marmorumkleidung des Hauses von Nazareth in Loreto unter Papst Clemens VII. die Litanei gesungen wurde. Die Litanei wurde in der uns heute bekannten Form von Papst Sixtus V. Am 11. Juli 1587 approbiert.

In der Folge wurden von verschiedenen Päpsten neue Titel der Lauretanischen Litanei zugefügt. Papst Benedikt XV. fügte 1917 die Anrufung "Königin des Friedens" hinzu. Papst Paul VI. ergänzte "Maria, Mutter der Kirche", Papst Johannes Paul II. fügte den Titel "Königin der Familie" hinzu.